Da geht einer

Da geht einer

Da geht einer. Geht und geht. Und geht schon lange so. Will nicht fort und muss es doch. Musste los, muss weiter. Dreht sich nicht mehr um, hat sich schon lange nicht umgedreht. Was gäbe es auch zu sehen? Alle sind hinter ihm her, er flieht. Geht auf die Gefahr zu, durch sie hindurch. Die Gefahr ist überall. Er geht weiter, geradeaus, den Blick auf dem Boden. Was er hinter sich lässt, kann er nicht vergessen und hat es doch schon längst. Weil es das nicht mehr gibt. Ein verlassener Ort. Vor ihm kein offener Weg und er weiß doch nicht, wo er hin muss. Will nicht weg, will nirgendwohin und geht doch immer weiter und bleibt nicht stehen.

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Text für die Wochenendbeilage der Frankfurter Rundschau

Ich wär so gerne …
ein Tier im Wald

In FR7, dem neuen Magazin der Frankfurter Rundschau, erschien gestern ein Beitrag, der schon einen Ausblick auf den nächsten Roman gibt. Das neue Buch von Saskia Hennig von Lange erscheint im Frühjahr 2018 bei Jung & Jung und trägt den Titel „Hier beginnt der Wald“ …

George-Konell-Preis 2016

Saskia Hennig von Lange erhält den George-Konell-Preis 2016 der Landeshauptstadt Wiesbaden

BOGENBERGER_Photographie_Saskia_Hennig_von_Lange_72dpi„Im Zentrum von Saskia Hennig von Langes noch schmalem Werk stehe die Frage nach der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins. Ihre Sprache sei von einem hohen Formbewusstsein geprägt und gestalte sich so klar wie poetisch. Herausragend sei, wie Saskia Hennig von Lange die Vorstellung der eigenen menschlichen Existenz ihrer Figuren durch die Wahrnehmung anderer schildere, dabei das Innen mit dem Außen verwebe und bis in die Tiefen philosophischer Fragen eintauche, so die Begründung der Jury.“

Die öffentliche Preisverleihung findet am 14. Dezember um 19 Uhr im Literaturhaus Villa Clementine statt. Die Laudatio hält der Literaturkritiker Christoph Schröder.