Stimmen

Zurück zum FeuerDSC_0011

Roman (2014)

„Mit ihrem großartigen Roman Zurück zum Feuer gelingt Saskia Hennig von Lange ein sprachlich kompaktes, atmosphärisch dichtes Debüt, aufgebaut auf den Spuren der Boxlegende Max Schmeling. Sie versteht es, drei Erzählstränge so zu verbinden, dass sich ganz unterschiedliche Verlusterfahrungen überlagern.“ Jurybegründung für den Clemens-Brentano-Preis 2015

„Wer Lacan, Foucault, Barthes und Deleuze gelesen hat und das theoretische Wissen danach auf der Bühne in darstellerische Praxis verwandeln musste, schickt Männern mit Gewehren in Romanen auch wütende Wildschweine über den Weg und wartet ab, was passiert.“ Florian Balke, Rhein-Main-Zeitung

„Saskia Hennig von Lange ist eine ungewöhnliche Erscheinung in der deutschsprachigen Literaturlandschaft: Sie hat (…) binnen zweier Jahre zwei im besten Sinne randständige kleine Bücher veröffentlicht, die  fern aller Moden versuchen, sich den existentiellen Problemen sprachlich anzunähern. (…) Was die beiden Werke verbindet, ist die Tatsache, dass sie in hoch konzentrierter und verdichteter Form von Innen- und Außenwelten erzählen, dass sie in die Köpfe und in die Körper ihrer Figuren hineinfahren und von dort aus die Welt sozusagen mit der Lupe betrachten, sehr präzise, sehr scharf und auf eine literarisch insistierende Weise, die Beklemmung hervorzurufen vermag.“
Christoph Schröder, Zeit online

„Es ist ein intensives Ringen mit der Vergangenheit, eine poetische Trauerbewältigung. Das zerissene Paar und der Boxer Max Schmeling […] leiden an derselben Enge, sie gehören zur Welt der Schwermütigen, die Saskia Hennig von Lange bereits in ihrem wundervollen Debüt Alles was draußen ist (2013) beschrieben hat. Nun lotet von Lange erneut in einer multiperspektivischen und berührenden Komposition Krisen und Dämmerungen des Menschen aus.“ Björn Hayer, DIE ZEIT

„Man kann diese beiden Werke, die zusammen etwas mehr als 300 Seiten umfassen, durchaus als Arbeiten an einem einzigen Schreibprojekt begreifen; an einem Forschungsprojekt, das sich dem isolierten Individuum der Jetztzeit und seinen unendlichen Entfremdungsgefühlen und inneren Echoräumen widmet.“ Christoph Schröder, Volltext

„Es ist ein Rausch, in dem die beiden ihr altes Leben beenden. Es ist ein literarischer Vollrausch, von dem sich die Leserinnen und Leser immer dann erholen können, wenn das Sterben Schmelings in aller Nüchternheit beschrieben wird.“ Andreas Rüttenauer, taz

„Mit Saskia Hennig von Lange ist wieder eine Autorin angetreten, die das besitzt, was man einst an Per Olov Enquist gerühmt hat: Ein absolutes Gehör für Prosa. Da passiert kein Fehlgriff, kein überflüssiges oder gar falsches Wort, und es entfaltet sich eine Dynamik, die einen sofort in ihren Bann zieht und nicht mehr loslässt, auch wenn man sich noch nie für Max Schmeling interessiert hat. (…) Ein außerordentliches Romandebut.“ Cornelius Hell, Ö1 Ex Libris

„Kabinettstück mit Wildschwein: In hypnotischen Kreisbewegungen drängen in diesem dramaturgisch meisterhaft konstruierten Text drei Schicksale einer Entscheidung, einem Endpunkt zu, ausgehend von Max Schmelings Haus im Wald, in dem der legendäre Boxer erleben muss, wie ihn sein Körper im Stich lässt.“ Katrin Hillgruber, Tagesspiegel

Zurück zum Feuer lässt sich lesen wie eine Partitur des Verschwindens […] Saskia Hennig von Lange schlägt in Ihrem Buch drei eindrückliche, eigensinnige Töne an, die zwischen Melancholie, Nervosität und Verzweiflung changieren […] Dass Hennig von Lange nämlich mit viel Empathie, sprachlichem Gespür und in unterschiedlichen Tonlagen Verlust und Tod zu umkreisen versteht, zeigt sich in diesem kleinen, bemerkenswerten Roman.“ Ulrich Rüdenauer, SWR2 Die Buchkritik

„Mit viel Sprachgeschick und Intensität verbindet Saskia Hennig von Lange die Erzählfäden der Ohnmächtigen, Hysterischen und Trauernden in diesem kleinen Roman. (…) Klug, berührend und komisch zugleich.“ Christiane Kreiner, hr2

„Was Saskia Hennig von Lange in ihrem Versuch, den Prozess des Sterbens zu imaginieren und zu beschreiben, literarisch vollbringt, ist atemberaubend.“ Doris Brockmann, walk-the-lines.de

„Ein dichtes, kluges, höchst gelungenes zweites Buch. Das ist recht selten.“ Christoph Schröder, Journal Frankfurt

„In diesem starken Roman kämpfen drei Personen mit ihrer Vergangenheit. Saskia Hennig von Lange geleitet uns mit ihrer eindrucksvollen Sprache hindurch.“ Christian Pausch, fm4

„Schreiben ist ein verschriftlichtes Denken – Saskia Hennig von Langes Roman Zurück zum Feuer ist in der Tat ein gedankenvolles und durchdachtes Buch, das mit einer Vielzahl von fein gearbeiteten Motiven und Metaphern aufwartet.“ Thomas Plaul, sr2 BücherLese

„In Thomas Bernhardschen Suaden zirkulieren die Figuren um ihre verlorene Mitte, die sich nur in radikaler Auslöschung wieder zu erschließen scheint. Ein bewegendes Lebensbuch, das zeigt, welch ungeheure Kraft melancholischer Verinnerlichung zukommen kann.“ Björn Hayer, buchmedia magazin

Zurück zum Feuer, das ist der Titel und vielleicht auch das Motto in Saskia Hennig von Langes Romandebüt. Und der Titel stimmt: Es wird nicht lang gefackelt, der Funke springt über.“ Marija Bakker, WDR 5

„Saskia Hennig von Langes Romandebüt ist ein dichtes Kammerspiel, das dem Leser schier den Atem raubt.“ Barbara Geschwinde, WDR 5

„Einfühlsam schildert sie (und liest herausragend wie eine Schauspielerin) wie Max Schmeling seine Kraft verliert […], wie er hilflos wird, krank, alt.“ Hans Karweik, Wolfsburger Nachrichten

„Der Strom von Inges und Max‘ Gedanken und Gefühlen hat mich mitgerissen und am Ende wieder ans Ufer gespült.“ Astrid Joosten, Brigitte Woman

„Es gilt eine neue, aufregende Stimme zu entdecken, die es versteht, die Geschichte um Max Schmelings Haus klug und sprachmächtig zu erzählen und in einen inspirierenden Dialog mit dem Leser zu treten.“ Barbara Renno, SR 2

„Ein sehr eindrucksvoller Debütroman.“ Manuela Reichart, WDR3

„Saskia Hennig von Lange tastet sich in konzentrierter Sprache an das heran, was die Seele bewegt.“ Jenny Becker, Neues Deutschland

„Es ist eine Sprache, die sich dem Denken und Empfinden anschmiegt wie eine feine Membran – und die noch die kleinste Erregung, den kleinsten rhythmischen Wechsel auf den Leser überträgt. […] Sein [des Romans] eigentliches Faszinosum ist dabei gar nicht das Inventar der Einzelheiten. Es sind vielmehr die Auslassungen, die Sprünge und Lücken im Erzählen, die auch die Lücken in der Welt sind. Sie machen etwas vom Verstreichen der Zeit spürbar, vom Schweigen und vom Vergessen. Und zugleich gibt es da immer die Hoffnung, dass irgendetwas bleibt, wie klein auch immer – es mag die Faser eines Pullovers sein oder die Spur der Gedanken im Kopf.“ Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung

„Das jahrelang leer stehende Haus der Box-Legende Max Schmeling wird zum Schauplatz von drei Lebensgeschichten, intensiv, dicht, klug verwoben. Rasch zappelt der Leser gebannt in einem Netz, gesponnen aus Lebenskämpfen, Tod, Trauer – und Komik. Virtuos.“ Werner Krause, Kleine Zeitung

„Die literarische Kunstfertigkeit ihres Schreibens ist zu bewundern, vor allem die Dichte ihrer Sprache, die Intensität, mit der sie einen in die Denkwelten ihrer Menschen hineinzieht.“ Konrad Holzer, Buchkultur

„Saskia Hennig von Lange formuliert kurze, klare, unheimlich packende Sätze und entwirft damit dennoch ein dichtes Gestrick in ihrem Roman Zurück zum Feuer, in dem drei Handlungsstränge kunstvoll miteinander verwoben sind.“ Andrea Hammerl, Donaukurier

„Also zwingt Saskia Hennig von Lange zur Geduld – und je höher die Seitenzahlen werden, desto ruhiger taucht der Leser durch diese immer wasserklarer werdenden drei Geschichten, die sich zu einem großen und unbarmherzig fließenden Erzählstrom vereinen.“ Stefan Reis, Main Echo

„Kunstvoll verschränken und spiegeln sich im Roman die Lebensthemen der drei Protagonisten, oszillierend zwischen wahren Begebenheiten und Fiktion. (…) Der Roman ist packend erzählt, ein furioses Debüt.“ Natascha Geier, NDR

„Jetzt ist ihr zweites Buch erschienen: der in präziser, verdichteter Sprache geschriebene Roman Zurück zum Feuer. Darin erzählt die Autorin, was Menschen innerlich zerreißen kann.“ Alexander Jürgs, Welt kompakt

„Man fühlt sich direkt hineingezogen in die Geschichte, der Text lebt, atmet und entfaltet sich.“ Christopher Heil, literaturkritik.de


Alles, was draußen ist

Eine Novelle (2013)

„Mag unser literarisches Gedächtnis auch begrenzt sein, dieses reife Moritat, das so intensiv von Festhalten und Loslassen berichtet, bleibt dem Leser noch lange in Erinnerung.“ Björn Hayer, allmende

Alles, was draußen ist stellt existenzielle Fragen, und das auf bewundernswert konsequente, formvollendete Weise. (…) Tiefgründig und dabei in einer klaren, poetisch verdichteten Sprache erzählt Saskia Hennig von Lange vom Wunder des Körpers: Er ist unser Gehäuse, unser Gedächtnis, unser Zeuge. Und damit sagt ihr Buch auch etwas von der Schönheit und Zerbrechlichkeit des Lebens.“ Sabine Peters, Basler Zeitung

„Ein bemerkenswertes Prosadebüt, das durch einen ganz eigenen Ton überzeugt.“ Denis Scheck, Deutschlandfunk

„Ein hochreflexives Selbstporträt eines Einsamen, dessen allzu verständliche Angst, keine Spuren zu hinterlassen, einem nahegeht.“ eselsohren.at

„In raffinierter, gleichsam doppelt gespiegelter Vermittlung von Form und Gehalt wird die menschliche Fähigkeit, sich zu entäußern, um sich zu erkennen, im ruhigen Fluss der Sprache sinnlich fassbar.“ Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Michel Houellebecq hätte seine Freude. Alles, was draußen ist ist ein dichtes „Tagebuch noir“, leichtfüßig und poetisch, ausweglos und düster. Das hält lange nach, länger als so manches Leben.“ Christian Preußer, Frankfurter Neue Presse

„…eine der literarischen Überraschungen diesen Herbstes“ frankfurt.de

„Ein ungemein dichtes und wunderbares Buch.“  Christoph Schröder, KulturSPIEGEL

„Die Sogwirkung ist enorm. Das ist Dichtung, preiswürdige.“ Peter Pisa, Kurier

„Ein starkes Debüt.“ Helmut Dworschak, Der Landbote

„Diese Novelle ist ein literarisches Kunststück, in dem das Unbewusste offenbar wird und in dem die menschlichen Oberflächen eine unergründbare Tiefe zeigen.“ lovelybooks.de

„Endlich wieder einmal ein Buch, das nicht den Schreiber inszeniert, sondern den Sinn der Geschichte. Und das ist schön.“ Stefan Reis, Main Echo

„Was bleibt von einem Menschen? Welche Spur kann er über seinen Tod hinaus hinterlassen? Saskia Hennig von Langes Prosadebüt Alles was draußen ist stellt diese uralten und jeden Menschen bedrängenden Fragen auf unerwartete und überzeugende Weise neu. Darum wiegt dieser nur 116 Seiten starke Band mehr als so mancher dicke Roman. Seine Sätze ziehen einen von der ersten Seite bis auf die letzte in Bann.“ Cornelius Hell, Ö1

„(…) Diese Sätze sind gleichzeitig Beispiele für die feingearbeitete Prosa Hennig von Langes. Ihre para­taktische Reihung, ihre Atem­losig­keit gibt der Todes­angst des Mannes und seiner Obses­sion eine Stimme, die passt und die einen selbst atemlos zurücklässt. Gerade im März 2013 hat sie in München für ihr Debüt den Wort­spiele-Literatur­preis gewonnen, die Jury rühmte die „makellose Form“ ihrer Novelle. Und das ist sie: in ihrer Makel­losig­keit soghaft und aus einem Guss.“  poetenladen

„…ein großartiger Einstieg in die Litertaur (…) suggestiv und mit heftiger Wucht erzählt…“ Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten

„Ein reiches, ungewöhnliches, sehr beeindruckendes Buch.“ Valeria Heintges, St. Galler Tagblatt

„Schon nach kurzer Zeit geht man auf in der Sprache, in einer hochkonzentriert fließenden Prosa, in der kein Wort falsch und auch kein Wort zu viel gesetzt zu sein scheint, Es ist eine Prosa, die eine geradezu chirurgisch präzise Erforschung der Seele vornimmt, ohne dabei explizit zu werden. Ein Kunststück.“ Christoph Schröder, Süddeutsche Zeitung

„Saskia Hennig von Langes Sprache wirkt treibend, geschliffen, unbestechlich, jeder Satz gräbt sich ein.“ Caroline Rehner, Süddeutsche Zeitung

„Diesen Gedankenstrom (ihres Protagonisten) setzt die 1976 geborene Saskia Hennig von Lange in ihrem Debüt bemerkenswert um, denn ebenso berauschend wie die Gedanken ist ihre Sprache.“ Friederike Höll, Tagesspiegel

„Dass die Debütautorin ihr Kabinettstück als Bernhard’sche Bewusstseinszelle komponiert, zeugt vom Gewahrwerden einer tiefen Verzweiflung – erst spät wird die Möglichkeit zum Ausbruch aus den Hallen des Todes fassbar.“ Björn Hayer, Die Welt

„Ein schmales Debüt, das es in sich hat.“ Christoph Schröder, zeit.de

 

„Mit großer Leichtigkeit verknüpft Saskia Hennig von Langes Novelle Stoffe aus der Literatur, der Geschichte und der Kunst. Sie bündelt sie in einer Sprache voller Musikalität, die in nahezu aphoristischer Prägnanz zeigt, was große Literatur ist: schillerndes menschliches Universum und Weite der Welt auf kleinstem Raum.“ Jurybegründung für den Rauriser Literaturpreis 2014

 

„Enge, Beklommenheit, Obsessionen sind alles andere als ein Vergnügen. Es sei denn, sie treten in ästhetischer Gestalt auf, als Kunstwerk, ein Stück Literatur zum Beispiel wie bei Saskia Hennig von Lange. Dann sind wir gefesselt, gebannt, gespannt. Ihr Held und Ich-Erzähler ist gleich mehrfach eingesperrt: in einem anatomischen Museum, in seiner Lebensferne, in einer klaustrophobisch, vielleicht traumatisch, abgedichteten Innenwelt. Das gleicht einem literarischen Locked-in-Syndrom: der Mann will aus sich heraus, doch er kann nicht können. Saskia Hennig von Langes Sprache ist absolut konkret und vermag dennoch Vieles in der Schwebe zu lassen. Ihr Text zeichnet sich aus durch beklemmenden Reiz und unbarmherzige Schlüssigkeit. Er entstammt einer ganz eigenen Vorstellungskraft – Kafkas ferne Grüße sind kaum wahrzunehmen – und er beweist ein hohes, man möchte fast sagen: makelloses Formbewußtsein.“ Jurybegründung für den Bayern2-Wortspiele-Preis 2013