Der Baum denkt

(c) Anja Littig

Aufbau der Vitrine

Saskia Hennig von Lange erzählt in den kommenden zwei Jahren im Rahmen des vom Frankfurter Künstlerteam Winter/Hörbelt entwickelten Konzepts zur künstlerischen Gestaltung der Oberurseler Gerichtslinde aus der langen Lebenszeit des Baums. Teil des prämierten Regionalparkprojektes „Lindenbeemsche“ ist es, der über 400 Jahre alten Linde eine Stimme zu verleihen. Sie erinnert sich in Hennig von Langes Geschichten an Gerichtsverhandlungen, Liebesschwüre, Kinderspiele, Missernten… Der Baum wird dabei als eigenständiges Wesen gesetzt, das empfinden, hören, wahrnehmen und in menschlichen Begriffen denken kann.

Die erste Lesung findet bei der Einweihung der Skulptur „Vitrine“ von Winter/Hörbelt am 7. Oktober um 15 Uhr statt. Weitere Infos gibt es unter Lindenbäumchen

Text für die Wochenendbeilage der Frankfurter Rundschau

Ich wär so gerne …
ein Tier im Wald

In FR7, dem neuen Magazin der Frankfurter Rundschau, erschien gestern ein Beitrag, der schon einen Ausblick auf den nächsten Roman gibt. Das neue Buch von Saskia Hennig von Lange erscheint im Herbst 2017 bei Jung & Jung und trägt den Titel „Hier beginnt der Wald“ …

George-Konell-Preis 2016

Saskia Hennig von Lange erhält den George-Konell-Preis 2016 der Landeshauptstadt Wiesbaden

BOGENBERGER_Photographie_Saskia_Hennig_von_Lange_72dpi„Im Zentrum von Saskia Hennig von Langes noch schmalem Werk stehe die Frage nach der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins. Ihre Sprache sei von einem hohen Formbewusstsein geprägt und gestalte sich so klar wie poetisch. Herausragend sei, wie Saskia Hennig von Lange die Vorstellung der eigenen menschlichen Existenz ihrer Figuren durch die Wahrnehmung anderer schildere, dabei das Innen mit dem Außen verwebe und bis in die Tiefen philosophischer Fragen eintauche, so die Begründung der Jury.“

Die öffentliche Preisverleihung findet am 14. Dezember um 19 Uhr im Literaturhaus Villa Clementine statt. Die Laudatio hält der Literaturkritiker Christoph Schröder.

Clemens Brentano Preis 2015

©stefanfreund_saskiahvlange-0206Saskia Hennig von Lange erhält den Clemens Brentano Preis der Stadt Heidelberg 2015. Er wird am 30. Juni 2015 durch Bürgermeister Dr. Joachim Gerner in Heidelberg überreicht. Eine öffentliche Lesung aus Zurück zum Feuer findet am 1. Juli um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Heidelberg statt.

In der Jury-Begründung heißt es: „Mit ihrem großartigen Roman Zurück zum Feuer gelingt Saskia Hennig von Lange ein sprachlich kompaktes, atmosphärisch dichtes Debüt, aufgebaut auf den Spuren der Boxlegende Max Schmeling. Sie versteht es, drei Erzählstränge so zu verbinden, dass sich ganz unterschiedliche Verlusterfahrungen überlagern.“

Der Jury des Clemens Brentano Preises gehören an: die Literaturkritiker Dr. Ina Hartwig, Felicitas von Lovenberg, Dr. Hubert Winkels und Markus Clauer sowie die Studierenden Cristina Loesch, Alexander Mestekemper und Svenja Münster.

Zurück zum Feuer auf ZEIT ONLINE

„Saskia Hennig von Lange ist eine ungewöhnliche Erscheinung in der deutschsprachigen Literaturlandschaft: Sie hat (…) binnen zweier Jahre zwei im besten Sinne randständige kleine Bücher veröffentlicht, die  fern aller Moden versuchen, sich den existentiellen Problemen sprachlich anzunähern. (…) Was die beiden Werke verbindet, ist die Tatsache, dass sie in hoch konzentrierter und verdichteter Form von Innen- und Außenwelten erzählen, dass sie in die Köpfe und in die Körper ihrer Figuren hineinfahren und von dort aus die Welt sozusagen mit der Lupe betrachten, sehr präzise, sehr scharf und auf eine literarisch insistierende Weise, die Beklemmung hervorzurufen vermag.“
Christoph Schröder, Die Zeit

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